
Ihr wisst ja, eigentlich schreibe ich in der letzten Zeit fast nur meine Reiseberichte.
Dies macht mir viel Spaß, aber manchmal ja manchmal juckt es mir in den Fingern euch auch von anderen Erlebnissen auf dem Campingplatz zu berichten und grad dieses Jahr zu Zeiten von Corona,hab ich Dinge erlebt die ich euch erzählen muss…
Klar sind die alten Hasen manchmal genervt von den neuen, von denen die sich da mal was geliehen oder gekauft haben um endlich ,mal das campen auszuprobieren…und dann stehen sie da mit ihren Nistkästen, haben das noch nie gemacht, haben zwar bei der Einweisung zugehört, aber vor lauter Vorfreude die Hälfte vergessen, ihr kennt das. Was also tun ? Wen fragen ? Lernen durch ausprobieren?
Bei mir war das schon immer klar geregelt, die Basteltante macht alles was schön ist, kümmert sich drinnen um alles, näht was gebraucht wird und macht die Reiseplanung. Der Strippenzieher macht alles technische und kümmert sich um die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf – das Pubertier macht alles und hilft wo es gebraucht wird.
Das ist für uns eine gute Lösung und führt zu wenig Konflikten….so ist das gut.
Aber was ich da schon erlebt hab….ich komm auf den Platz suche meinen gebuchten Stellplatz, kuppel ab, will grad movern,da springt einer vor meinen Nistkasten und will schieben helfen, nette Geste, freut mich, ich erkläre das ich einen Mover hab , verständnisloser Blick, Hmm mein Nistkasten bewegt sich – für ihn muss es ausgesehen haben als wären Geister am Werk – riesige Augen – mit der Frage ob er da Filmen darf – sowas hätte er noch nie gesehen, klar darf er, ich bin da nicht so.
Nistkasten steht – ich hab mir mal einen Biersaft geholt und sitze gemütlich unter meiner Markise. Kommt er und erzählt mir Wohnmobil wäre neu, erste Tour, er wisse noch nicht so gut Bescheid, alles gut ich lad ihn auf einen kühlen Biersaft ein, er nimmt dankend an.
Einkaufen hätten sie vergessen und nicht dran gedacht dies zu tun bevor sie alles aufgebaut hätten, zu Fuß wäre es was weit bis zum Supermarkt. Wir quatschen ein bisschen, seine Freundin krost irgendwas im Wohnmobil ab und zu scheppert was, aber er nimmt das gelassen.
Er sagt er müsse mich mal was fragen – nur zu – er geht und holt eine Flasche mit Flüssigkeit. Zeigt mir diese und sagt, dies sei doch sicher das richtige Mittel für das Frischwasser, ich schaue, stutze, lese, und sage – nein. Schon bekannter erstaunter Blick gepaart mit Entsetzen. Er tut mir leid.
Er fragt was dies wäre – ich sage ihm dies sei das Mittel für den Grauwassertank – Grauwasser ? ich erkläre dies sei das Abwasser. Ich habe ihn nicht drauf hingewiesen das dies auch so auf der Flasche steht, er tat mir leid. Ich gab ihm einen Schnaps.
Seine Freundin hätte schon gesagt das Wasser würde komisch schmecken, jo das wird wohl so sein. Er fragt was er tun soll ? Tank wäre mit 150 Litern voll. – ja ablassen, Hmm schwierig er hat so geparkt das er nicht unter der Grauwasserablassöffnung (geiles Wort) steht und einen Schlauch hat er nicht . Ich leider auch nicht.
Also fängt er an 150 Liter Wasser in die Wiese laufen zu lassen. Das geht 5 Minuten gut – ruft aber 2 Rentner Camper auf den Plan. Dieser ballern ihn sofort zu – so geht das nicht – das macht man nicht- was das soll- gleich wäre der ganze Platz matschig usw. iIhr kennt das. Seine Freundin war mittlerweile auf 180 und beschimpfte ihn über den ganzen Platz als Trottel,Nichtsnutz,Nichtskönner usw….er tat mir leid. Aber Schnaps schien grad auch keine Lösung. Irgendwer brachte ihm dann einen Schlauch er konnte ablassen, durchspülen und neu auffüllen – halber Tag rum.
Die beiden Rentner bequatschten ihn ununterbrochen und erklärten ihm das Wohnmobil, wobei allerdings der eine was anders sagte als der andere. Er tat mir leid.
Neben mir das Abwasser Problem…aber auch gegenüber tat sich was. Neues Wohnmobil, sie parkten, packen ihr Handy aus, machten Fotos und verschwanden – was war da los ? Ich hörte sie sagen, so geht das nicht, das darf man nicht, das ist unverschämt…ich sah nichts dergleichen. Ich war gespannt. Sie kamen zurück mit dem Platzwart – der schaute rechts und links und vorn und hinten, sagte ok sie würden ihren Schlauch brauchen –
Schlauch ? So etwas hatten sie nicht – nur eine Aufblasbare Lounge Ecke in welcher die beiden Pubertiere lümmelten und mit den Handys spielten. Es stellte sich raus das sie ihr niegelnagel neues Wohnmobil nicht über der Grauwasserablassöffung (da Issens schon wieder) parken konnten.
Platzwart kam mit dem Fahrrad und Schlauch um den Hals, bei der Montage dessen haben sie leider ungeschickter Weise den Roller vom Nachbarn umgeworfen, wie die Sache ausging weiß ich nicht, aber die Pubertiere lagen in er aufblasbaren Lounge Ecke, Mitleid hatte ich keins.
Zurück zu meinen Freunden nebenan. Es war Abend geworden, langsam wurde es dunkel, Ruhe kehrte nicht ein. Wir saßen draußen, Nachbarn verabschiedeten sich um zu duschen. Ok viel Spaß, wir würden uns der Nahrungsaufnahme widmen. Es gab sogar Pommes !!! Auf dem Platz zum mitnehmen an den Nistkasten, das gefiel mir.
Irgendwann kamen meine Nachbarn zurück….er sah erfrischt aus, sie genervt. Ich winke mit der Schnapsflasche. – er nahm dankbar an, sie verschwand im Wohnmobil. Er erzähle das mit den Duschmünzen hätte Sie nicht verstanden und 2x die Münze falsch eingeworfen , jetzt würde sie im Wohnmobil duschen….ok kann ja mal passieren.
Ich stellte Chips hin , die er aß, ich stellte Gummibärchen hin , die er aß, ich stellte Schnaps hin den er trank….mittlerweile kurz vor 22.00 Uhr kam sie erfrischt dazu. Sie hätte Hunger….er nicht mehr so sehr ….ihr wisst Chips Gummibärchen Schnaps…nun denn sie machten sich auf, auf zu der Suche nach Nahrung. – Wind kam auf, das sah nach Gewitter aus. Ich zog die Spanngurte meiner Markise fest, überall um mich herum geschäftliches nächtliches treiben…teile der aufblasbaren Lounge Ecke flogen durch die Gegend, ich hatte kein Mitleid.
Sie kamen zurück, beide wirkten nicht ganz so zufrieden, was war da los ? Es gab nix mehr , keine Pommes, keine Wurst, keine Brotzeit , gar nix mehr. Der Wind wurde stärker, er fragte mich was das für Bänder an meiner Markise seien…ich erklärte ihn den Sinn einer Sturmsicherung, schaute zu seiner Markise, keine Sicherung , sie hüpfte fröhlich im Wind – ich hatte Mitleid. Oh er guckte erstaunt , dafür waren also diese Dinger die er in den Keller gelegt hatte, weil er nicht wusste was er damit tun sollte….er tat mir leid. Es fing an zu regnen.
Sie kurbelten ihre Markise rein, sammelten im Regen ihren Krempel ein und warfen alles ins Wohnmobil….ich ging rüber , schenkte ihnen ein paar Scheiben Brot, eine Packung Landjäger und die Schnapsflasche, dann ging ich ins Bett…..und jetzt wisst ihr auch warum ja warum ihr immer wirklich immer Schnaps dabei haben müsst, weil Schnaps hilft immer…..










































































































































































































































































































































































































