Zieht der Frühling in das Land…fängt der Elefant zu träumen an

Ich träumte, ich träumte den Traum vom entspannten Reisen. Niemand sprach mit mir über das Samba Ei, im Gegenteil wir flogen mit dem Fliegezeug nach Hamburg, ins Hotel, so wie ich das gewohnt war. Es gab ein schönes Zimmer mit einem riesen großen Bett, Dusche und Klo dabei und natürlich Frühstücks Büfett. Es war ein toller Urlaub, jeden Tag trugen sie mich durch Hamburg, sie gaben mir Pommes beim Henssler, es gab Kuchen mit Blick auf die Innenalster, wir fuhren mit einem Schiff durch den Hafen, saßen in der Sonne vor der neunen Elbphilamonie, besuchten mitten in der Nacht einen komischen Mark auf dem es Fisch gab und alle Menschen betrunken waren, sogar auf die Reeperbahn durfte ich, mit einer tollen Führung – alles so wie ich es mag, nichts putzen, nichts kochen nur tolle Dinge erleben.

Das mit der Reeperbahn ist ja eine komische Sache – so ganz hab ich nicht verstanden um was es da geht, irgendwie ist da nur nachts richtig was los und dann aber so richtig. Da gabs sogar eine Straße in die durften nur die Männer, die heißt auch wie ein Mann aber stehen tun da überall Frauen. Das hab ich nicht verstanden, warum dies so ist und da gibt’s so dunkle Ecken da wollte ich gar nicht aus der Tasche raus und Geschäfte gibt’s da , da kommt ihr aus dem Staunen nicht mehr raus, dort kann man Pferdeköpfe zum anziehen kaufen, aber die sind nicht für Karneval, ob es auch Elefanten Köpfe gibt weiß ich leider nicht, aber wenn nicht ist dies sicher eine Marktlücke.

Aber das beste, das absolut beste war ich habe mich in Hamburg verliebt, richtig richtig doll verliebt und es war Liebe auf den ersten Blick.

Eigentlich waren wir schon fast auf dem Weg zurück zum Fliegehafen zum Fliegezeug und das sah ich sie !!!

In einem winzigen Geschäft im Bahnhof in Hamburg, ganz unten in einem Regal hat sie gesessen. Sie schaute ganz ängstlich aus dem Schaufenster und ihr Ausblick war nicht schön , direkt vor ihr hatte ein Obdachloser sein Lager, die Scheibe war dreckig und beschmiert mit Dingen von denen ich gar nicht wissen wollte was es war. Es stank erbärmlich nach Pipi und sie saß da in auf ihrem Regalbrett und schaute mich an.

Wunderschöne große Elefanten Ohren hatte sie und einen kleinen Knick nach oben im Rüssel, ihre Haut sah ganz weich aus, so als sei sie aus Fell das ganze in einem hellen grau. Sie musste noch jung sein, sie hatte keine Runzeln oder Falten.

Ich musste sie kennen lernen – unbedingt. Mein kleines rotes Plastikherz schlug mir ganz wild bis in die Ohren und in den Rüssel. Ich spürte irgendetwas in ,meinem Bauch und das war kein Hunger, eher so ein seltsames kribbeln was ich gar nicht kannte.

Ich fing an in der Tasche der Basteltante zu hüpfen, zu rufen – aber sie hörte mich nicht.

Gut das mein Strippenzieher, Elefanten aus 598634 Metern Entfernung erkennt – er sah sie und er guckte mich an und sah wie aufgeregt ich war.

Zum Glück verstand er was ich wollte, sie gingen wirklich in den kleinen Laden und zielsicher zu dem Regal in dem sie saß. Sie nahmen sie raus, schauten sie an und sagten oh so ein niedlicher kleiner Fant, die wäre doch was für unseren Oskar.

Ja ja ja wollte ich schreien aber sie so nah zu sehen lies mich völlig stumm werden.

Auch schämte ich mich ein bisschen, sie war so sauber und ordentlich – und ich na ich hatte mich mal wieder geweigert zu baden, hatte überall meine kleinen Beinchen ausgestreckt und mein Rüssel hatte noch Spuren von der letzten Schokolade.

Aber – er zögerte nicht lange und kaufte sie – für mich.

Aber die Verkäuferin stopfte sie eine Tüte – Hallo da bekommt sie doch keine Luft!

Sie musste in den Koffer und ich musste in der Tasche bleiben, da bin ich ja sonst auch gern, aber grad heute wollte ich das eigentlich nicht, aber es nütze nicht wir mussten ins Fliegezeug.

Im Fliegezeug fragte man mich wer ich sei und ich bekam Schokolade – also alles wie immer. Im Fliegezeug konnte ich mich gar nicht auf den Sonnenuntergang konzentrieren, ich dachte nur an den kleinen Fant im Koffer.

Zuhause packten sie aus, das kenn ich meist darf ich recht schnell auf meine Decke im Bett und mich von der anstrengenden reise in ihrer Tasche erholen, wenn ja wenn sie mich nicht im Obstkorb oder auf der Kaffeemaschine vergessen, alles schon vorgekommen.

Aber nein ich durfte auf die Decke und recht schnell setzten sie das kleine Fanten Mädchen zu mir,oh wie aufgeregt ich war. Sie schaute mich an, lächelte, kicherte ein bisschen (Oh man wär ich nicht schon in sie verliebt gewesen, wäre dies jetzt sicherlich passiert) und sagte mir das sie sich freute noch einen anderen Fant hier zu haben, sie hätte schon Angst gehabt, was mit ihr passiert und wo sie in Zukunft wohnen würde.

Sie erzählte mir, sie hätte gesehen es gäbe kleine Rüssellose Wesen, die meist laut wären und oft Schoko verschmierte Finger hätten, dies hätte sie beobachtet und Angst gehabt an so ein Wesen zu geraten. Hmmm laut war ich auch oft und Schoko hatte ich auch oft am Rüssel – aber zum Glück war ich nicht Rüssellos.

Sie hatte keinen Namen, ich schaute sie an und dann kam meine Basteltante und sagte, oh wie schön du dich mit Rosi verstehst Oskar, ja Rosi, Rosi war ein toller Name für das kleine Fanten Mädchen.

Wir redeten noch lange in dieser Nacht, sie kannte nicht viel nur ihr Regalbrett im Bahnhof in Hamburg. Irgendwann legte sie ihren Kopf ganz leicht an meine Schulter und schlief ein – ich war der glücklichste Fant der ganzen Welt. Immer wieder musste ich sie anschauen, sie war so weich und ihr Rüsselchen hatte diesen süßen Knick und überhaupt sie war das schönste Fanten Mädchen überhaupt.

Ja, so kam ich zu meiner Rosi, wir sind immer noch so verliebt wie am ersten Tag, manchmal rollt sie ihre Augen wenn ich wieder zu viel Blödsinn mache oder nach Pommes schreie, ab und zu knufft sie mich weil ich einen Schnaps zu viel hatte und schnarche, aber wir beide wissen das wir zusammen gehören.

Allerdings ist Rosi eher häuslich, sie ist immer noch etwas ängstlich und fühlt sich unwohl in fremder Umgebung.

Irgendwann erzählte ich ihr von dem Samba Wohn Ei, was sie Wohnwagen nannten, als wenn man darin wohnen könnte. Aber Rosi fand die Idee gar nicht so schlecht, für sie wäre es einmal kennengelernt ein sicherer Ort und sie könnte mich dann besser auf meinen Reisen begleiten….hmm sollte dieses seltsame Samba Ei doch einen Nutzen haben ? Ich blieb skeptisch. Überhaupt niemand sprach mehr über das Ding, es stand in der Scheune und dort konnte es gern die nächsten 100 Jahre bleiben. Auch das stinkige Vorzeit hatten sie nicht mehr angerührt, ich sah mich also in absoluter Sicherheit was meine Reise Vorlieben anging.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten